Das Hauptfenster

  Die Programmleiste am oberen Rand des Bildschirms stellt das Hauptfenster von Delphi dar. Wird es geschlossen, so quittieren auch alle anderen Fenster ihren Dienst. Im Menüsystem des Hauptfensters stehen alle Befehle zur Verfügung, die mit der Bearbeitung eines eigenen Projekts in Zusammenhang stehen. Das Laden und Speichern von Projekten gehört ebenso dazu wie das Anzeigen oder Verbergen aller zusätzlichen (Hilfe-) Fenster, die dem Programmierer in der Entwicklungsumgebung zur Verfügung stehen. Auch findet man hier die Befehle zum Compilieren und Ausführen des selbst geschriebenen Programms, und schließlich kann ein Teil der mitgelieferten externen Programme von hier aus aufgerufen werden. Den weitaus größeren Teil des Hauptfensters nimmt die reich bestückte Symbolleiste für sich in Anspruch. Hier findet man in der linken Hälfte die wichtigsten Funktionen des Menüsystems noch einmal als Symbolschalter.

Der gesamte rechte Teil ist für die Darstellung der einzelnen Komponenten reserviert. Sie werden symbolisiert durch diverse Grafik-Schalter. Die Deutung der einzelnen Grafiken wird durch einen kurzen Text vereinfacht, der immer dann angezeigt wird, wenn sich der Maus- Curser auf einem der Schalter befindet. Um die Übersichtlichkeit weiter zu Erhöhen, wurden die Komponenten thematisch geordnet in die Bereiche:

  • Standard
  • Zusätzlich
  • Win32
  • System
  • Datenzugriff
  • Datensteuerung
  • dbExpress
  • BDE
  • ADO
  • InterBase
  • Internet
  • FastNrt
  • QReport
  • Dialoge
  • Win3.1
  • Beispiele
  • Com+
  • InterBaseAdmin
  • ActiveX
  • IndyClients
  • IndyServer
  • IndyMisc
  • Server

auf mehrere "Seiten" verteilt, zwischen denen man mit Hilfe der beschrifteten Zungen am unteren Ende der Symbolleiste hin und her schalten kann.

Der Objektinspektor  

 

Um die Leistungsfähigkeit der VCL wäre es schlecht bestellt, wenn Größe und Position die einzigen veränderbaren Eigenschaften einer Komponente darstellen würden. Glücklicherweise verfügt jede Komponente über eine Vielzahl an veränderbaren Parametern, so das für deren Bearbeitung sogar ein eigenes Fenster benötigt wird: der Objektinspektor. Im Objektinspektor werden alle Eigenschaften und Ereignisse der momentan selektierte Komponente in alphabetischer Reihenfolge angezeigt. Wählt man eine andere Komponente aus passt sich der Inhalt des Objektinspektors sofort an. 

Eigenschaften und Ereignisse werden im Objektinspektor auf verschiedenen Fenster-Seiten dargeboten.  (Eigenschaften- links & Ereignisse- rechts)  Handelt es sich um verschachtelte Eigenschaften (beispielsweise BorderIcons oder Font), erscheint noch ein kleines Plus-Zeichen links neben der Bezeichnung. In diesem Falle können die untergliederten Eigenschaften per Doppelklick auf die Bezeichnung "heruntergeklappt" und sichtbar gemacht werden. Die rechte Seite enthält den aktuellen Wert jeder Eigenschaft.

Nun zur anderen Fensterseite des Objektinspektors. (Ereignisse) In der linken Hälfte enthält das Fenster die Bezeichnungen aller Schnittstellen, an die man eine eigene Routine anhängen kann. Per Doppelklick auf die rechte Hälfte (Eingabebereich) einer Ereignis-Schnittstelle lässt sich eine solche Routine auf einfachste Weise erzeugen. Delphi kümmert sich dann automatisch um einen sinnvollen und einzigartigen Namen und fügt in den Quelltext das komplette Gerüst der Routine ein. Natürlich kann man auch per Hand eine gewünschte Bezeichnung eingeben und nachträglich verändern. In dieses Quelltext-Gerüst hinein schreibt man den Programmcode. Der Name der Routine stellt eine Verbindung zwischen Komponenten-Ereignis und Quelltext dar. Das Verbinden von mehreren Ereignissen mit einer Routine lässt sich sowohl durch direktes Eingeben des Routine-Namens erreichen als auch über eine herunter klappbare Liste, die man über den Schalter am rechten Ende des Eingabebereiches erreichen kann. Dort wählt man unter den angegebenen Routinen einfach die gewünschte aus.  

 

Das eigene Programm

 

Der Quelltexteditor

 

Delphi legt für jedes entworfene Fenster eine eigene Quelltextdatei an. Aus diesem Grund verfügt auch der Editor über eine Seitenverwaltung die mit Hilfe von Zungen realisiert wurde. Wie bereits angedeutet, befindet sich im Editor der Quelltext ihrer selbst erstellten Oberfläche. Auch alle selbst definierten Ereignis-Routinen werden hier abgelegt.